Wer kennt das nicht, manchmal ist einem eben einfach alles zu viel.

Geht es dir auch manchmal so? So viel Arbeit, so viele Dinge, die erledigt werden müssen, so viel Zeug, was einem im Weg rumsteht. Zu viele Termine, zu viele Gedanken, Chaos im eigenen Kopf. So viele Wünsche, die man sich noch nicht erfüllt hat, so viele Ideen, die man noch immer nicht umgesetzt hat. Was also tun?

Eigentlich ist es ganz simpel: Wenn alles zu viel wird, bring Ordnung und Energie in dein Leben. Sortiere dich und deine Gedanken – nur wenn du in Ruhe alles gedanklich in die Hand nimmst und eine Entscheidung dazu triffst, wird dein Leben entspannter und du hast wieder mehr Energie für die wirklich wichtigen Dinge.

Ha, ha … soweit warst du auch schon, kommst aber nicht in die Umsetzung? Wo fängst du da am besten an?

Erstmal musst du dir bewusst machen, dass du nicht für alles verantwortlich bist und vor allem auch nicht alles alleine schaffen musst. Versuche dir als nächstes klar darüber zu werden, womit genau du dich manchmal überfordert fühlst. Sind es die vielen Dinge um dich herum? Oder sind es deine Gedanken – ist dein Gedankenkarussell nicht zu stoppen? Fühlst du dich fremdbestimmt und dein Tag könnte weit mehr als 24 Stunden haben?

Sobald dir bewusst ist, was genau dir zu viel wird, kannst du loslegen – hier meine Tipps für dich:

 

Du hast zu viel Kram? Dann versuch‘ dies…

Ausmisten

Du wirst gleich spüren, wieviel Energie und Vitalität Ausmisten in dir freisetzt. Dinge, die du nicht nutzt, halten dich oft in der Vergangenheit fest und versperren dir die Sicht auf etwas Neues. Hinzu kommt, wenn alles vollgestopft ist, fühlst du dich eingeengt und eingeschränkt, kannst nicht richtig durchatmen.

Natürlich ist Ausmisten – sich von langjährigen Begleitern trennen – nicht einfach, deshalb beginne mit einfachen, kleinen Dingen, z.B. nur einer Schublade oder deiner Handtasche, und mache am nächsten Tag weiter. Frage dich dabei, „wie oft habe ich den Gegenstand im letzten Jahr benutzt? Werde ich das ernsthaft noch brauchen? Funktioniert das Teil eigentlich noch?“

Sortieren & Ordnen

Ordnung ist das halbe Leben…haben wir alle schon gehört, aber tatsächlich ist an dem Spruch was Wahres dran. Wenn du im Außen ordentlich und sortiert bist, bist du es auch im Inneren. Du kannst Kleidung z.B. nach Farben oder Jahreszeiten ordnen. Andere Dinge nach Größe oder Verwendungszweck – wie auch immer dein System ist, eine gewisse Struktur schafft Zuverlässigkeit und Vertrauen in dich, andere Menschen und das Leben.

Dinge an ihren Platz

Jeder Gegenstand findet seinen Platz. Ich bin ein großer Fan von „gleich alles wegräumen“, dann kommt es gar nicht erst zum Chaos und du findest die Dinge auch gleich wieder. Heißt also, wenn alles einen zugewiesenen Platz hat und den jeder, der in deinem Haushalt lebt, kennt, dann geht das Aufräumen und Wiederfinden wie von selbst.

Deine Gedanken sind die ganze Zeit am Plappern? Dann versuch‘ dies…

Raus damit! Reden & Schreiben

Es ist wichtig, dass du dich mitteilst, deine Ideen und Gedanken mit anderen teilst – am besten mit Gleichgesinnten. Du wirst erstaunt sein, wie vielen Menschen es ähnlich geht wie dir und wie viel Energie du aus diesen Gesprächen ziehen kannst. Alternativ kannst du deine Gefühle und Gedanken regelmäßig aufschreiben und bewusst reflektieren, was dir guttut und bei was dir eher unwohl ist.

Lege Prioritäten fest

Was ist dir wirklich wichtig? Was kann vielleicht auch noch warten? Was kannst du loslassen? Prioritäten helfen dir dabei, deine Ressourcen und deine Energie sinnvoll einzusetzen und deine Gedanken zu reduzieren.

Umsetzen

Ich glaube eine der wichtigsten Dinge, wenn so viel um einen herum los ist, ist eine Entscheidung zu treffen und dann in die Umsetzung zu kommen. Dafür braucht es – und das hört sich jetzt nicht sehr romantisch an – ein Ziel und einen konkreten Plan, wie man dieses Ziel erreichen kann. Am besten in kleinen Etappen, durch die du immer motiviert bleibst. Und wenn dir bewusst wird, wie viel du schon umgesetzt hast, geht der Rest oft von allein.

Du hast nie genug Zeit? Dann versuch‘ dies…

Was ist wirklich wichtig?

Worauf kann ich verzichten? Womit fühle ich mich wohl? Passt das zu meinen Werten? Möchte ich meine Zeit dafür investieren? Sei ehrlich zu dir, wenn du dir diese Fragen stellst, mache dir bewusst, dass dein Tag zeitlich begrenzt ist und deine Kraft und Energie sowieso. Und die Zeit für dich, solltest du dabei nicht vergessen – jeden Tag, Zeit für dich.

JA zum Wichtigen

Wenn du dann also für dich eine Entscheidung getroffen hast, sage bewusst „JA“ dazu und berücksichtige dies in deiner Tagesplanung.

NEIN zu allem anderen

Klar hilfst du gerne mal aus und stellst auch hin und wieder deine Interessen hinten an. Aber auch wenn es dir schwerfällt, musst du lernen auch mal eine Bitte abzulehnen. Du bist deshalb kein schlechterer Mensch oder gar ein Egoist.

Ein „nein“ zu anderen ist ein „ja“ zu dir, du achtest darauf, dass du selber genug Kraft und Energie zur Verfügung hast und deine Reserven auffüllst. Und wenn dem so ist, kannst du auch wieder was an andere abgeben. Es geht hierbei also um reine Selbstfürsorge.

 

Wenn du also wieder das Gefühl hast, dass dir alles zu viel wird und dir alles über den Kopf wächst, dann mache dir bewusst, welche Themen dich beschäftigen und welchen Stellenwert sie für dich haben. Anschließend triffst du eine Entscheidung und kommst ins Handeln, schaffst Platz in deinem Leben für mehr Vitalität, mehr Freiheit und mehr Klarheit.

Glaube mir…du wirst dich befreit und lebendig fühlen!